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folgendes gedicht habe ich mit einer kurskameradin im deutsch-gk geschrieben (war pflicht), das thema war expressionismus, also bitte nicht wundern

 

 Verkehrte Welt

Berge schreien Angst
Meere flüchten weit
Luft endet schwarz
Wälder ducken Flucht
Erde spaltet Städte
Feuerglut schluckt Schutz

 

Krieg hilft Leiden
Neues Land ohne Zeit
Gewehre ängsten Fleisch
Maschinen gebähren Arbeiter
Stumpfe Städte wachsen unbarmherzig
Graue Farben blenden

 

Fröhliche Menschen sterben immer

 

Regenwurm kriecht langsam über die veraschte Welt.

 

(c) Carl-Justin Schröfel, Sarah Klie

26.8.07 18:42, kommentieren

 

 Alptraum

 

Laufen, Laufen.
Schritt, Schritt.
Fuß links, Fuß rechts.
Fuß links, Fuß rechts.
Atmen, Atmen.


Mit jedem frischem Sauerstoff,
der dir sagt, du lebst,
kommt ein neuer Gedanke in dein Gehirn.


Weiter, Weiter.
Schweißperlen, Schweißperlen.
Arm links, Arm rechts.
Arm links, Arm rechts.
Luft, Luft.


Mit jedem Meter,
den du rennst,
öffnest du dich.


Stopp, Stopp.
Zwang, Zwang.
Gedanken vor, Gedanken zurück.
Gedanken vor, Gedanken zurück.
Schweiß, Schweiß.


Bei jedem Ton,
der aus den Kopfhörern kommt,
findest du Rhytmus.


Bis du die Augen öffnest
und merkst, dass du nur geträumt hast.
Aber keine Angst, du schläfst wieder ein.

 

(c) Carl-Justin Schröfel

27.8.07 20:45, kommentieren